KI ist längst im Einsatz – aber niemand prüft sie unabhängig.
50% der Schweizer Finanzinstitute nutzen bereits KI, 91% davon generative KI. Doch die Governance hat nicht Schritt gehalten – nur die Hälfte hat KI in eine explizite Strategie eingebunden.
Der EU AI Act verlangt voraussichtlich ab Dezember 2027 technische Compliance-Nachweise für Hochrisiko-Systeme. FINMA erwartet bereits heute nachvollziehbare Modellvalidierung. Doch es gibt keine Schweizer Evaluationsinfrastruktur – und keine unabhängigen Prüfer im Mittelstandssegment.
FINMA-Erhebung (veröffentlicht April 2025): Von ~400 befragten Finanzinstituten nutzt die Hälfte KI, die Governance-Lücke ist erheblich. Stanford-Studie (2025): 58% Halluzinationsrate bei juristischer KI-Analyse. Der EU AI Act Digital Omnibus verschiebt Hochrisiko-Fristen auf Dezember 2027 (Annex III) bzw. August 2028 (Annex I).
| Traditionelles KI-Audit | KI-Assurance | |
|---|---|---|
| Dauer | 3–6 Monate | 5–10 Tage |
| Kosten | CHF 200K+ (Big Four) | ab CHF 8’000 |
| Methodik | Proprietäre Black Box | Reproduzierbar – Sie behalten den Harness |
| Basis | Meinungsbasiert | Evidenzbasiert, automatisierte Benchmarks |
| Unabhängigkeit | Vendor-Beziehungen | Keine Provisionen, kein Pay-for-Score |